Artists Statement

Aslı Dinç

Stipendium Bildende Kunst 1.4.2026 – 30.6.2026

Was hat dich dazu bewogen, dich um das Stipendium von otte1 zu bewerben?

Ich finde es sehr faszinierend, neue Orte, Landschaften, Architektur, Menschen und Tiere kennenzulernen. Die Vorstellung, mich intensiv mit meiner Forschung zu beschäftigen und dabei mit einer neuen Umgebung in Verbindung zu stehen, hat mich sehr angesprochen.

Was hast du im Rahmen deines Aufenthalts erarbeitet?

Während meines Aufenthalts arbeitete ich an meinem laufenden Projekt Gh0st in the Loop, einer Zweikanal-Video- und Klanginstallation rund um Gesichtserkennung, biometrische Systeme, synthetische Identitäten und Rückkopplungsschleifen der Fehlerkennung. Außerdem begann ich eine neue Untersuchung im Zusammenhang mit Trauer, Erinnerung und autonomen Navigationssystemen. Daneben entwickelte ich ein partizipatives Künstlergespräch und ein kollektives Schreibformat: The Three Tablets of the Ground-Runner.

Was hat dich im Künstlerhaus in Eckernförde inspiriert?

Die David-Lynch-artige Atmosphäre der Stadt war, ehrlich gesagt, ziemlich inspirierend. Man konnte sich vorstellen, in einem Indie-Film zu sein und sich selbst aus der Perspektive einer dritten Person zu beobachten. Das hat mich sehr dazu angeregt, über mich selbst und über die Verbindungen nachzudenken, die über das Selbst hinausgehen.

Was nimmst du aus Eckernförde für deine weitere künstlerische Entwicklung mit?

Das künstliche Chaos und der kapitalistische Druck des Alltags können dazu führen, dass man die ursprüngliche Quelle einer Idee aus den Augen verliert. Die otte1-Residenz hat mich daran erinnert, auf Langsamkeit und den Prozess zu vertrauen.

Was möchtest du hinzufügen?

Ich bin dankbar für die Gelegenheit, Eckernförde erlebt und das otte1-Team kennengelernt zu haben. Sie waren in jeder Hinsicht sehr unterstützend, großzügig und offen. Die Residenz war für mich sowohl künstlerisch als auch persönlich wichtig.