Mother Daughter – Dekonstruktion des sozialen Mythos
Am Samstag, dem 19. September 2026, um 12.30 Uhr eröffnet Agata Mendziuk im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus otte1 eine Ausstellung des Kunstprojekts „Mother Daughter“, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter Hania Siecińska entwickelt hat.
Mother Daughter ist ein inklusives Kunstprojekt, das die Mutter-Tochter-Beziehung durch Fotografie, Performance und Installationen dekonstruiert. Es beleuchtet die Kluft zwischen idealisierten kulturellen Narrativen und den realen Erfahrungen von Frauen und Mädchen und hält inszenierte, symbolisch aufgeladene Momente fest. Die aktive Beteiligung von Mutter und Tochter ist dabei von zentraler Bedeutung. Sie durchbricht traditionelle Grenzen zwischen Künstlerin und Muse sowie zwischen Fürsorgeperson und Kind. Das Projekt stellt die Frage, welche Narrative unser zeitgenössisches Verständnis von Familie prägen und verzerren, wie gelebte Erfahrungen von diesen Narrativen abweichen und wie kollaborative künstlerische Praktiken als Werkzeuge dienen können, um patriarchale Strukturen aufzubrechen – und dadurch sowohl die Beziehung als auch ihre Akteurinnen neu zu denken.
Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung des otte1 – Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses sowie durch ein Stipendium der polnischen Autorenvereinigung ZAiKS.
Finissage ist am Samstag dem 26.09.2026 um 12:30 Uhr. An diesem Termin wird auch Hania Siecińska vor Ort im Künstlerhaus sein und die Künstlerinnen werden uns einen weiteren Einblick in das Projekt geben. Besichtigungstermine vor der Finissage sind möglich nach Vereinbarung mit Agata Mendziuk per Email: skrzynkopoczta@gmail.com
Agata Mendziuk ist eine bildende Künstlerin, die medienübergreifend arbeitet. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen zwischenmenschliche Beziehungen und emotionale Bedürfnisse in einer technologisch fortgeschrittenen Gesellschaft. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter im Urban Nation Project Space und bei Culterim in Berlin, beim Krakauer Fotomonat, in der Amar Gallery in London und beim BFOTO-Festival in Barbastro.
Hania Siecińska widmet sich dem zeitgenössischen Tanz und hat an zahlreichen Gruppenaufführungen teilgenommen. Außerdem hat sie in Zusammenarbeit mit ihrer Mutter im Bereich der Fotografie gearbeitet. In ihrem aktuellen Projekt greift sie auf ihre Erfahrungen in den Bereichen Bildgestaltung, bewegungsbasierte Performance und Charakter-Make-up zurück.
