Fotografie im Übergang: Material, Körper, Zeit – Laetitia Heisler

Am 25.04 gibt Laetitia Heisler um 12:30 Uhr im Künstlerhaus einen vertieften Einblick in ihre künstlerische Arbeit.

In ihrer aktuellen künstlerischen Arbeit untersucht Laetitia Heisler die Fotografie als veränderbares Material. Ausgangspunkt sind unterschiedliche fotografische Prozesse, von der analogen Dunkelkammer bis hin zu Sofortbildern, die als Träger von Transformation verstanden werden. Das fotografische Bild wird körperlich erfahrbar und löst sich zunehmend von seiner reinen Abbildfunktion. Der Körper, der im Selfportrait eingesetzt und in verschiedene Prozesse eingebunden wird, ist ein situierter Raum von Einschreibungen und Erfahrungen. Parallel dazu stellt sich die Frage nach den materiellen Bedingungen fotografischer Prozesse. Die Arbeit bewegt sich dabei in einem Spannungsfeld zwischen intensiver physischer Auseinandersetzung mit Material und einem wachsenden Bewusstsein für ökologische Fragestellungen sowie der damit verbundenen kognitiven Dissonanz.

Die Präsentation gibt Einblick in laufende künstlerische Fragestellungen und einen Arbeitsprozess im Werden. Sie zeigt einen offenen Forschungsstand ihrer Arbeit und versteht Fotografie als ein System im Übergang zwischen Bild, Material und Körper.

FOTO: Journey from cultivated Chaos to Bliss III, Laetitia Heisler, 2025, 90 x120cm, Sofortbilder genäht auf Textil und mixed media – Foto der Installation von Dorothea Groß