Bomben, Torpedos, Seeminen und weißer Phosphor in Nord- und Ostsee: Gesundheitliche Gefahren aus den Weltkriegen

Die Sektion Eckernförde der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft ist mit ihrer Vortragsreihe zu Gast im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus otte1. Am Mittwoch, dem 19.11.2025 um 19:00 Uhr spricht Prof. Dr. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler der CAU zu einem insbesondere für die deutschen Küstenländer immer drängenderen Problem, denn sein Vortragsthema lautet: Bomben, Torpedos, Seeminen und weißer Phosphor in Nord- und Ostsee: Gesundheitliche Gefahren aus den Weltkriegen.

Eine der großen logistischen Aufgaben der Siegermächte am Ende des Zweiten Weltkriegs lag darin, die großen Mengen an scharfer Munition der Wehrmacht zu beseitigen. Die Versenkung in Nord- und Ostsee schien dabei eine ideale Lösung zu sein. Schätzungsweise entsorgte man auf diese Weise bis zu 2 Millionen Tonnen unterschiedlicher Munition wie Seeminen, Granaten oder Bomben in den deutschen Küstengewässern. Damit war das Problem zwar nicht mehr sichtbar, jedoch nur temporär gelöst. Denn seither sorgten Munitionsfunde immer wieder zu
Sachbeschädigungen oder Verletzungen. Mittlerweile korrodieren die Metallgehäuse, so dass die heraustretenden Giftstoffe das Ökosystem zunehmend belasten und den Menschen durch den Eintritt in die Nahrungskette gefährden. Die Forschung hat sich schon seit längerem mit der Frage befasst, wie mit den Munitionsresten umgegangen werden sollte und der Politik Vorschläge dafür unterbreitet. Die Politik reagierte erst mit einiger Verspätung darauf und sucht heute zusammen mit Wissenschaftlern und Vertretern der Praxis nach Lösungen für dieses Problem.

Der Vortrag findet im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus, Ottestraße 1, 24340 Eckernförde statt.
Eintritt: Nichtmitglieder € 5,-. Mitglieder aller Sektionen, Schüler, Studenten und Auszubildende frei
Einlass: ab 18:30 Uhr